CD / DVD

CD - A WAGNER PORTRAIT
Seine Karriere begann verhältnismäßig spät, was die Bewältigung schwerer Wagner-Partien deutlich begünstigt. Die Rede ist von JT, dem Tenor aus Cornwall, der jetzt Wagner-Szenen mit dem Slowakischen Radio-Sinfonie-Orchester unter Ivan Anguelov aufgenommen hat. Die helltimbrierte, stets intonationsrein geführte Stimme mit lyrischem Schmelz und höhensicherer Strahlkraft bewährt sich in den klassischen Tenor-Partien wie Lohengrin, Rienzi, Stolzing und Parsifal…gelingen die Szenen aus „Tannhäuser“ wie beispielsweise die Romerzählung besonders eindrucksvoll; hier zeigt sich das ausgeprägte Gestaltungsvermögen des Heldentenors.
Orpheus
...hört man was der Künstler mit seinem schlanken, ausdauerenden Tenor alles auszudrücken weiß. Faszinierend sind ganz lyrische Momente, wie der verklärte, leise Beginn der Gralserzählung, das transzendente Schwanenlied oder die ganz verinnerlichte Momente von Rienzis Gebet oder in der Szenen "Amfortas! Die Wunde!" - Dramatische Stellen kommen immer sicher und klar. Was allemal Bewunderung erregt, ist Treleavens souveräne Technik, die ihn Walter von Stolzings schwierige Soli oder Tannhäusers "Dir töne Lob" und "Zum Heil den Sündigen zu führen" mühelos und ganz auf die Aussage konzentriert bewältigen lässt. Nicht nur bei der packender Romerzählung erfreut seine exzellente deutsche Diktion, die klar macht, dass er diese gigantische Rollen bis in ihre Tiefen begreift. Für Fans dieses sympathischen Sängers also auf jeden Fall ein Gewinn!
Der Neue Merker
TRISTAN DVD
Die Besetzung dürfte heute kaum zu überbieten sein. John Treleaven ist der beste Tristan seit Jahrzehnten; er zeigt auch in den Fieberfantasien des letzten Aktes keine Spur von Ermüdung und führt seinen baritonal grundierten, virilen Heldentenor sehr klug und stets textbezogen.
Fono Forum 04/2006
Seine deklamatorische Prägnanz ist bemerkenswert; und so eindringlich verhalten wie er hebt selten jemand „O König, das kann ich dir nicht sagen“ an. Der dritte Akt zeigt Treleaven in großer Form – er bewältigt die Klage Tristans technisch souverän und mit großer Expressivität.
Opernglas 03/2006
Wer genau wissen will, was in Tristan und Isolde vorgeht, der kann durch die ausdrucksvollen Gesichter von JT und Deborah Polaski sozusagen aus nächster Nähe den beiden in die Seele schauen. Selten gesellt sich zu Wagners musikalischer Ausdruckskraft so viel optische Einsicht. Die steigende gegenseitige Faszination, die das Liebespaar unaufhaltsam zueinander zieht, wie sie etwa nach dem Trank nur still dastehen und einander anschauen und mit ihren Blicken die ganze Wandlung zeigen, die jetzt in ihnen vorgegangen ist, gleichzeitig befreit und auf ewig gebannt, das alles ist ungemein bewegend. Selten auch versteht man bei einem „Tristan“ jedes Wort, was dadurch gefördert wird, dass man den Sängern auf den Mund schauen kann.
Gesungen wird durchwegs ausgezeichnet. Das Liebespaar holt wirklich das Letzte an Ausdruck aus diesen Rollen heraus, von der gespielten Distanz am Beginn über die selige Selbstvergessenheit bis zum bitter-schönen Ende.
Auf jeden Fall bietet diese DVD eine wunderbare Möglichkeit, Wagner’s opus summum im trauten Heim genussvoll in sich aufzunehmen.
Der Neue Merker

 

 

CD - TRISTAN UND ISOLDE
'Ein Tristan aus Cornwall:
John Treleaven verfügt als Tristan über eine beispielhaft deutliche und akzentfreie Diktion, die das beiliegende Textbuch, soweit es seine Partie betrifft, überflüssig macht. Zur Textverständlichkeit als eines seiner Verdienste gesellt sich der Eindruck beim Hörer, dass der Sänger weiß, was er zu singen hat. Eine angemessene mezza voce führt dazu, dass es der Tenor zu schwärmerischen Aufschwüngen, zu einer schönen Inbrunst des Singens bringen kann, ohne zu forcieren.'
Orpheus
CD - WAGNER'S HEROES
'... diese CD weist den Tenor als in diesem Fach stimmlich und gestalterisch sicher verankerten Vertreter aus. Besonders wertvoll ist die aus einer metallischen Schale und einem weichen Kern bestehende Stimme, mit der ohne klangliche Verluste der riesigen Radius von den an die Substanz gehenden Schmiedelidern bis zum innigen Nachsinnen Siegfrieds über Vater und Mutter mühelos beherrscht wird. Einzelne aus der Gesangslinie herausragende Spitzentöne gelingen stets ohne sich einstellende unangenehm Nebenauswirkungen...’
Der Neue Merker
'Von Natur aus für das Wagnerfach prädestiniert macht seit einigen Jahren John Treleaven von sich reden. ..und der englische Tenor enttäuscht nicht, wenn man ein bisweilen auftretendes Vibrato akzeptiert, das vor allem mit beruhigender Sicherheit angegangen und schmetternd bewältigten Höhen (Schmiedelied), die auf den Vokalen e und a sehr klangschön ausfallen, vergessen gemacht wird. Eine gute Diktion erlaubt die silbengetreue Textverfolgung...’
Opernglas
Reif für Wagner
'An mangelnden Selbstvertrauen fehlt es ihm nun wirklich nicht, ausgerechnet in Bayreuth stellte er seine CD „Wagner’s Heroes“ vor. John Treleaven ist als Heldentenor nun wirklich eine Alternative zu manchem Akteur auf dem Grünen Hügel. Immerhin, Festspielchef Wolfgang Wagner hat Treleaven schon mehrmals gehört. Auf seiner CD präsentiert sich Treleaven als Siegmund und Siegfried mit Highlights aus „Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“: Dieser Tenor hat nun wirklich Kraft und Stehvermögen, eine klare Aussprache, ein angenehmes Timbre. Respekt.'
Südwest Presse
'John Treleaven, der hier im Rahmen der Arte Nova Voices vorgestellt wird, ist ein wackerer Sänger, überdies auch ein tadelloser Sprecher. Seine helle Tenorstimme besitzt Durchschlagkraft, klingt unverbraucht... Im Vergleich zu Bayreuths tenoraler Gegenwart schneidet der Heldentenor John Treleaven sogar recht günstig ab. In den verinnerlichten Gesängen (Waldweben, Siegfrieds Tod) kommen die Qualitäten des Sängers am besten zum Vorschein. Aber Treleaven beherrscht auch das sängerische „Schwert“ ...’
Klassik Heute
'Treleaven profiliert sich auf dieser Cd als ein Tenor mit einer kräftigen, eisernen Stimme, vor allem in den höheren Tonlagen…’
Het Parool
Mit dramatischen Stimmen gibt es ein großes Problem: Was im Theater spielend leicht die Orchestermassen durchdringt und durch Kraft beeindruckt, ist bei Plattenaufnahmen nur schwer einzufangen. Darunter leiden sowohl Studioaufnahmen als auch Live-Mitschnitte selbst der berühmtesten Wagnersänger, da klingen Siegfriede und Walküren schnell schrill und tremolös. Dieses Problem kennt John Treleaven nicht: vom lyrischen Fach her kommend, ist seinen „Wagner’s Heroes“, einer Art „Tenor-Best-of“ des „Ring des Nibelungen“, die Mozarterfahrung deutlich anzuhören. Wann hätte man die großen Szenen aus de „Götterdämmerung“ mit so viel Farben und Lautstärkeschattierungen gehört? Hier singt kein bloßer Kraftmeier, sondern ein klug disponierender Gestalter, der sowohl als „Siegmund“ als auch bei den beiden „Siegfrieden“ wenig ebenbürtige Konkurrenz auf den Bühnen der Welt hat.’
Main-Rhein Zeitung
'Was der Bayreuther Meister seinen Helden abverlangte, vermag dieser Sänger über die rein stimmliche Bewältigung hinaus spannend zu gestalten. Sein heldisches, sinnliches Timbre ist gut für strahlende Gipfeltöne. Aber er kann auch eine volle Tiefe ausschöpfen, lyrische Verinnerlichung entwickeln und seinen Figuren durch perfekte Wortverständlichkeit Profil geben. Enthusiastisch erlebt er die Liebe im ersten Walküre-Akt, die Siegmund-Partie erfüllt John Treleaven von den jugendlich-temperamentvollen Schmiedeliedern und Meditativen bis zum Pathos der Götterdämmerung.’
Westfälische Rundschau